Flora

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Faustregeln für ungeniesbare Pflanzen

Dieser Test erspart dir das Auswendiglernen dicker botanischer Handbücher, vorausgesetzt, du hältst dich an diese Regeln. Dann bist du fast immer auf der richtigen Seite.

   * Meide Pflanzen mit klebriger Oberfläche.
   * Meide alles, was die Warnfarbe Rot hat, es sei denn, du kennst die Frucht. (Rhabarber ist rot, aber nur die Blätter sind giftig.)
   * Beobachte Tauben und Spatzen: was sie fressen, bekommt auch dir.
   * Alle Pflanzen mit milchigen Saft. Ausnahme: Löwenzahn, alle Teile sind essbar.
   * Alle Früchte, die in 5 Segmente aufgeteilt sind.
   * Alle Pflanzen, die an der Oberfläche Widerhaken aufweisen. Oft nur mit Vergrößerungsglas oder Zunge erkennbar!
   * Alte und verwelkte Blätter: Stachelbeere, Erdbeere, Kirsche und Pflaume erzeugen beim Welken  „Hydrocyanid“, ein tödliches Gift.
   * AlleSamen und Körner mit bitteren oder pfefferähnlichen Geschmack.
Schwarze Körner in Ähren sind hochgiftig! Manche führen zu Halluzinationen oder Tod . 


Test auf Ungeniesbarkeit

Dieser Test ist nur von einer Person in vollem Umfang durchzuführen!

Liegen tote Insekten unter der Pflanze am Boden?  Wenn ja, Finger weg.
Eine kleine Menge der Pflanze zwischen den Fingern zerreiben und daran riechen   Ist der Geruch widerlich, Finger weg.
Schmecken  Pflanzenteile bitterer oder nach Bittermandel, stellen sich Taubheit oder Brennen oder Bläschen auf der Zunge ein, Finger weg.                         
Saft in die Haut der Achselhöhle oder des Ellbogengelenkes einreiben und 30 Minuten einwirken lassen. Treten Unwohlsein, Hautreizungen und/oder Schwellungen auf:  Finger weg.     
Mit kleinen etwa Daumennagel grossen Stücken Lippe, Mundwinkel, Zunge  und Zungenunterseite  nacheinander in Abständen von 15 Minuten einreiben. 
Dann Kauen, aber nicht Schlucken. Mindestens 1 Stunde warten.  Nicht Rauchen, Trinken oder Essen! 
Treten dabei Unwohlsein oder andere Beschwerden, Hautreizungen und/oder Schwellungen auf: Finger weg!
Testfolge mit grösseren Stücken wiederholen aber nicht schlucken. 
Mindestens 1 Stunde warten. Treten dabei Unwohlsein oder andere Beschwerden Reizungen und/oder Schwellungen auf:  Finger  weg.
Kleine Portion gründlich kauen und schlucken. 5 Stunden nichts essen oder trinken, nicht rauchen. 
Treten dabei Unwohlsein oder andere Beschwerden, Hautreizungen und/oder Schwellungen auf: Finger weg.
Wenn danach keine Beschwerden auftreten, ist die Pflanze essbar!



Seifenkraut

Das Gemeine Seifenkraut findet sich an Geröllhalden, Schuttplätzen, Bahndämmen, sandigen Uferbereichen, Gebüschen oder an lichten Hecken. 
Es bevorzugt lockeren, leicht feuchten,  nährstoffreichen Boden; gern auch rohe Böden als Pionierpflanze. Es geht selten über 700 Meter Höhe.
Das Gemeine Seifenkraut ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch und bis nach Asien und Nordamerika verschleppt. 
Es kommt nicht sehr häufig, aber doch in individuenreichen Beständen vor. Die Art ist nicht gefährdet.
In dem Seifenkraut findet sich ein hoher Anteil an Saponinen. Wird das Kraut mit Wasser zerrieben bildet sich ein kräftiger Schaum. 
Daher wurde es früher auch als Waschmittel, wenn  auch mit geringer Reinigungswirkung, genutzt.
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/003/00240-Seifenkraut/mz00240-Seifenkraut.html


Spitzwegerich

der spitzblättrige und der breitblättrige, ist zerrieben ein gutes Mittel zu Behandlung von Insektenstichen.
Vertreibt auch den Durst wenn man die Blaetter kaut.


Weide

Junge Äste und Rinden sind ideal zu Flechten. 
Aus den Rinden lassen sich besonders leicht lange schmale Streifen abziehen und zu einer Hängematte oder einem Netz verarbeiten.  
Dünne Rindenstreifen ergeben ein hochbelastbares Bindematerial. 
Die Rinde enthält Salicyl, den natürlichen Grundstoff von Aspirin. 
Als Tee gekocht oder roh gekaut, ersetzt sie dir den Gang zur Apotheke. Grosse Rindenstücke dienen als Schienen bei Brüchen. Saft wirkt desinfizierend. 

Birke

Ein fischgrätenförmiger langer und tiefer bis zum Holz führender Einschnitt wie bei Gummibäumen leitet den Saft über einen kleinen Pflock  in ein Gefäß.
1 x täglich sammeln, daher hoher  Zeitaufwand, aber ein sehr hoher Nährwert.

Die Rinde brennt wie Zunder!